Kenngrößen des solaren Hitzeschutzes

Eigenschaften der Sonnenschutzverglasung und Sonnenschutzfolierung



Die wichtigen Parameter des solaren Hitzeschutzes für Pflegeeinrichtungen und Kliniken

Zur Reduzierung des solaren Wärmeeintrags über die Fensterflächen stehen grundsätzlich zwei bauliche Lösungen zur Verfügung: der Einbau einer Sonnenschutzverglasung oder die Nachrüstung bestehender Fenster mit geeigneten Hitzeschutzfolien. Um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu bewerten, werden in der Bauphysik verschiedene Kenngrößen herangezogen.


Eine wesentliche Kenngröße ist die abgewiesene Sonnenenergie. Sie bezeichnet den Anteil der Sonnenstrahlung, der nicht in den Innenraum gelangt und somit nicht zur Aufheizung des Gebäudes beiträgt. Sie steht in direktem Zusammenhang mit dem Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert). Ein g-Wert von 0,39 bedeutet beispielsweise, dass lediglich 39 % der Sonnenenergie durch das Fenster in den Raum gelangen, während 61 % der Sonnenenergie abgewiesen werden.


Eine weitere wichtige Kenngröße ist die Lichtdurchlässigkeit. Sie beschreibt den Anteil des sichtbaren Tageslichts, der eine Verglasung oder ein Sonnenschutzsystem durchdringt und den Innenraum natürlich beleuchtet. Die Lichtdurchlässigkeit wird in Prozent angegeben. Je höher dieser Wert ist, desto heller und freundlicher bleiben die Räume trotz wirksamen Sonnenschutzes.


Für den Einsatz in Pflegeeinrichtungen sind beide Kenngrößen von entscheidender Bedeutung: Einerseits soll möglichst viel Sonnenenergie abgehalten werden, um den Wärmeeintrag zu reduzieren, andererseits soll eine hohe Lichtdurchlässigkeit erhalten bleiben, damit insbesondere die Bewohner mit Demenz oder kognitiven Einschränkungen die Orientierung behalten können.


Übersicht über die Eigenschaften unterschiedlicher Produkte:

 Im Vergleich liegt der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) einer üblichen Doppelverglasung bei etwa 0,65 bis 0,70. Das bedeutet, dass rund 65 bis 70 % der Sonnenenergie in den Innenraum gelangen, während lediglich 30 bis 35 % der Sonnenenergie abgewiesen werden.

Ein Vergleich mit einer modernen Sonnenschutzverglasung oder einer fachgerecht ausgeführten Hitzeschutzfolierung zeigt, dass sich der solare Wärmeeintrag in den Raum durch beide Maßnahmen erheblich reduzieren lässt. Betrachtet man ausschließlich den solaren Hitzeschutz, ist die Schutzwirkung hochwertiger Sonnenschutzfolien mit der einer modernen Sonnenschutzverglasung in vielen Anwendungsfällen vergleichbar.


Die Lichtdurchlässigkeit einer üblichen Doppelverglasung liegt je nach Glasaufbau bei etwa 75 bis 85 %. Selbst eine Lichtdurchlässigkeit von rund 60 % wird vom menschlichen Auge im Alltag kaum als deutliche Verdunkelung wahrgenommen. Dadurch können hochwertige Sonnenschutzverglasungen oder Hitzeschutzfolien den solaren Wärmeeintrag erheblich reduzieren, ohne dass die Räume ihren hellen und freundlichen Charakter verlieren.